Atemtherapie in Dresden

Am Anfang steht immer die Atemtherapie, nicht die Pille!

– Rosina Sonnenschmidt

Eine Frau steht auf einem Steg am Meer und fördert durch Sport und Atemtherapie ihre Gesundheit und beugt Erkrankungen wie Arthrose vor.

Atemtherapie in der ganzheitlichen Behandlung

Ein Unwohlsein stellt sich ein und die heutige Gewohnheit ist der Griff zur Pille. Kaum ein Mensch setzt sich nieder und übt sich in gleichmäßiger Atmung. Ganz gleich, ob Ibuprofen, Pantoprazol oder naturheilkundliche Mittel. An erster Stelle steht das Atmen!

Der Mensch nimmt etwa 25.000 Atemzüge pro Tag. Was passiert wohl, wenn durch Fehlstellung der atembeteiligten Strukturen genauso oft die unrhythmische Atmung wiederholt wird? 

Eine Großzahl an Beschwerden hat Ihren Ursprung darin, dass die Atmung nicht mehr rhytmisch fließen kann. Das reicht von chronischen Erkrankungen, Schluckbeschwerden, Verdauungsbeschwerden wie Sodbrennen und Verstopfung, Bewegungseinschränkungen über Schmerzen bis hin zu Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Stress, Ängsten und Depressionen.

Atmung als Essenz des Lebens

Atem ist Leben, Atem ist Bewusstsein, Wort, Klang, Emotion und Selbstausdruck. Das Leben auf eigenen Händen und Füßen beginnt mit dem ersten Atemzug, dem unendlich viele Atemzüge bis zum letzten Lebenshauch folgen. In dieser Zeit komponiert der Atem ein wundervolles Klangwerk und schreibt die eigene Lebensgeschichte. Er durchfließt Körper, Gedanke, Emotion und Psyche. 

Für wen ist Atemtherapie geeignet?

Nicht nur für Sänger, Musiker, Leistungssportler und Lungenpatienten ist Atemtherapie sinnvoll. Alles, was zwei Beine hat und atmen kann, profitiert von Atemtherapie. 

Was lernen Sie in der Atemtherapie?

Die Atemtherapie eröffnet Ihnen die Welt der Atmung als therapeutisches Mittel. Ich erkläre Ihnen Zusammenhänge in der Atemfunktion mit körperlichen Organfunktionen. Dann zeige ich Ihnen die für Sie persönlich geeigneten Atemübungen. Diese verschreibe ich Ihnen als aktives Medikament, das Sie täglich anwenden können. 

Durch gezielte Übungen wie Muskel- und Faszienübungen sowie bewusster Zwerchfellatmung können Sie zuden den Ruhenerv (N. Vagus) in seiner physiologischen Funktion unterstützten. 

Atemtherapie in Kombination

Das Atemsystem ist in seinem Wirkungsspektrum weit vernetzt. Ganz gleich, wo eine Therapie und Behandlung ansetzt, kommt sie mit der Atmung in Kontakt. Daher ist sie ein fundamentales Element bei jeder Therapiemethode.

Gleichmäßiges Atmen ist für viele Körperfunktionen von großer Wichtigkeit. Neben dem Gasaustausch in der äußeren Atmung beeinflusst es den Säure-Basen-Haushalt. Der Atem spielt auch für die Verdauungsfunktion und den Fluss von Blut und Lymphe eine maßgebliche Rolle. Die Beweglichkeit des Bewegungsapparates hängt ebenso mit einer gesunden Atmung zusammen. Auch das Nervensystem, der Hormonhaushalt, Psyche und Emotion werden vom Atem berührt.

Sowohl in der Chiropraktik als auch in der Schmerztherapie sowie begleitend in Behandlungen mit Homöopathie, Kräutern, Akupunktur oder Entgiftungskuren ist die Atemtherapie von kostbarem Wert.

Was beeinflusst die Atmung noch?

Das Zwerchfell und seine Funktion

Das Zwerchfell ist nach dem Herzmuskel der wichtigste Muskel im Körper. Ohne ihn ist Atmung und Leben außerklinisch nicht möglich. Es ist ein großer Muskel, der wie eine Kuppel im Brustkorb liegt, an den Rippen ansetzt und bis hin zur Lendenwirbelsäule reicht. Er wird in seiner rhytmischen Bewegung von der Beweglichkeit der Wirbelsäule und des Brustkorbs sowie von anliegenden inneren Organen und Beckenstrukturen beeinflusst. Gleichermaßen hat das Zwerchfell Auswirkungen auf die Atemtiefe, Beweglichkeit und Ausrichtung des Bewegungsapparates. Das Zwerchfell neben der zentralen Atemfunktion eine aktive Bewegung der Verdauungsorgane. Stark durchblutete Nachbarorgane wie Leber, Bauchspeicheldrüse und Milz werden durch die Pumpfunktion ausgepresst, um neues Blut aufnehmen zu können. Über die Sogwirkung transportiert es Venenblut und Lymphe entgegen der Schwerkraft. 

Nervus vagus - der Vagabund unter den Hirnnerven

Der Atem wird im wesentlichen von drei Strukturen gesteuert: Dem zehnten Hirnnerv (Nervus vagus), zentrale Chemorezeptoren und periphere Chemorezeptoren.

In den Lungenbläschen sitzen sensible Äste des Nervus vagus. Es ist ein umherschweifender Nerv, wie ein Vagabund. Er innerviert Rachen, Kehlkopf, Luftröhre, Lungen, Leber, Milz, Dickdarm und die Blutgefäße der inneren Organe. Dieser meldet den Dehnungszustand der Lungen an das Atemzentrum. Im nicht willentlich beeinflussbaren Teil des Nervensystems ist er der Gegenspieler zum Sympathikus. Diese Nervenfasern des vegetativen Nervensystems sind aktiv bei Anspannung, Stresssituation und macht bereit für Kampf oder Flucht.

Der zivilisierte Mensch ist vor allem sympathikotonisch und dessen Nervensystem durch permanente Überreizung des Sympathikus gekennzeichnet. Dazu besteht häufig ein Überschuss an Adrenalin und Cortisol. Patienten sind durch mangelhafte Atemqualität und chronische Sympathikotonie übersäuert, das Zwerchfell ist blockiert, Angstzustände, Schluckbeschwerden, Sodbrennen, Verstopfung und Verdauungsstörungen sind an der Tagesordnung.

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Quellen

Seite „Atemtherapie“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 29. März 2019, 12:19 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Atemtherapie&oldid=187050377 (Abgerufen: 9. Juli 2019, 13:02 UTC)

Seite „Nervus vagus“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 24. Oktober 2018, 10:38 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Nervus_vagus&oldid=182095680 (Abgerufen: 9. Juli 2019, 13:03 UTC)

Seite „Zwerchfell“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 5. Juni 2019, 06:52 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Zwerchfell&oldid=189267421 (Abgerufen: 9. Juli 2019, 13:04 UTC)

Zitat sinngemäß nach Sonnenschmidt, Rosina (2009), Das Atemsysten – Leben und Bewusstsein (3. Auflage), Kandern, Deutschland: Narayana Verlag

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