Darm und Verdauung

Der Darm als Zentralorgan

Dass der Darm eine zentrale Stellung  für die Gesundheit hat, ist mittlerweile weitreichend bekannt. Nicht nur die Nährstoffaufnahme und Zellversorgung, sondern auch das Immunsystem, Nerven- und Hormonsystem sowie der Bewegungsapparat stehen in engem Zusammenhang mit dem gesamten Verdauungssystem.

Der Darm als Stellvertreter

Wenn wir über den Darm und Darmgesundheit sprechen, dürfen wir grundlegend das gesamte Verdauungssystem betrachten. Der Darm ist Teil eines Organkomplexes, welches an den Lippen beginnt und am Darmausgang endet. Welche Organe gehören zum Verdauungsystem?

  • Mund und Zähne
  • Rachen
  • Speicheldrüsen
  • Speiseröhre
  • Magen
  • Verdauungsdrüsen in Magen, Leber und Bauchspeicheldrüse
  • Darm mit seinen Anteilen und deren verschiedenen Funktionen im Dünndarm, Dickdarm und Mastdarm

Funktionen und Dysfunktionen des Darms

Weshalb ist ein gesund funktionierender Darm so wichtig? Schauen wir uns die Funktionen des Organs an, so wird schnell deutlich, welchen Zusammenhang dieses mit Lebensqualität hat. Sie liegen in der

  • Verdauung und Nährstoffaufnahme
  • Produktion von Abwehrzellen des Immunsystems
  • Produktion von Hormonen und Botenstoffen
  • Regulation des Wasserhaushaltes
Was bedeutet es also im Gegenzug, wenn die Funktion des Darmes gestört ist? Und wodurch wird sie gestört? Der Darm hat sich bei weitem noch nicht an die zivilisierte Lebensweise angepasst, welche hinreichende Störfaktoren mit sich bringt. Das reicht von modernen Ernährungsgewohnheiten bis hin zu veränderten Bewegungsgewohnheiten. Ursachen für eine gestörte Verdauung sind
  •  ballaststoffarme und stark verarbeitete Lebensmittel
  • übermäßiger Kohlehydratverzehr
  • unzureichendes Kauen
  • unregelmäßige, späte und üppige Mahlzeiten
  • nahezu pausenloses Essen und Naschen sogenannter Zwischenmahlzeiten und Snacks
  • Leistungsdruck und Stress
  •  Bewegungsarmut
  • Infektionen
  • Medikamente, Strahlentherapie, Operationen
Die Folgen von diesen Zivilisationsfaktoren sind weitreichender, als im ersten Moment offensichtlich wird. Beginnen wir lokal  betrachtet bei den Darmerkrankungen, zählen hierzu
  • Dysbiose der Darmflora in Dünndarm und Dickdarm
  • Pilzbefall (z.B. Candida albicans)
  • Verstopfung
  • Blähungen
  • Durchfall
  • Reizdarm
  • Chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie M. Crohn und Colitis ulcerosa (welche als Autoimmunerkrankungen noch anderweitige Ursachen in sich tragen)
  • Leaky gut (erhöhte Durchlässigkeit der Darmschleimhaut)
  • Nahrungsmittelintoleranzen wie Laktoseintoleranz, Fructoseintoleranz, Glutensensitivität oder Histaminintoleranz

Was bedeutet Darmflora?

Die Darmflora ist die Gesamtheit aller Mikroorganismen im Verdauungstrakt. Die Besiedlung des Darms beginnt kurz nach der Geburt. Die Bakterien bilden Lebensgemeinschaften, innerhalb derer sich die Arten im Gleichgewicht befinden. Krankheitserregende (pathogene) Bakterien oder Pilze können dieses Gleichgewicht stören. Nützliche, physiologische Bakterien tragen zur Aufrechterhaltung der Darmflora bei. 

Die Bedeutung der Milchsäurebakterien

Neben vielen weiteren nützlichen Darmbakterien sind insbesondere die Laktobazillen von hoher Wichtigkeit. Sie verarbeiten die Ballaststoffe im Darm zu den sogenannten Karbonsäuren, zu welchen auch die Milchsäure gehört. Sie ist es, welche für die Mitochondrien (Zellorganell zur Energiegewinnung) der Darmschleimhautzellen als Kraftstoff dient. Werden zu wenig Ballaststoffe zugeführt oder ist wie Zahl der Lactobazillen vermindert, können die Zellen der Darmschleimhaut nicht ausreichend versorgt werden und sterben vorzeitig ab. Dadurch wird die Darmschleimhautbarriere dünner, bis hin zu einer erhöhten Entzündlichkeit und Durchlässigkeit der Darmwand (Leaky gut).

Der Darm und das Immunsystem

Für ein funktionierendes Immunsystem ist die gesunde Darmflora und intakte Darmwand unentbehrlich. Sie beinhaltet einen wichtigen Teil des Immunsystems. Das Immunsystem des Darmes stellt das größte Immunorgan des Körpers dar und steht mit den restlichen immunologischen Organsystemen in ständiger Wechselwirkung. Über die Darmwand kommt der menschliche Körper in Kontakt mit der Umwelt. So findet hier in den Immunzellen des Darmes ein permanentes Immuntraining statt. Sie bilden passgenaue Antikörper zur Bekämpfung von Kranheitserregern und können die entsprechenden Informationen für eine zukünftige Immunantwort abspeichern. Die aktivierten Immunzellen verbleiben nicht nur im Darm, sondern zirkulieren über die Blutbahnen durch den gesamten Körper. Bei Kontakt mit dem jeweiligen Krankheitserreger erfolgt die spezifische Bekämpfung des Pathogens. Durch die Zirkulation können die Immunzellen auch an anderen inneren Oberflächen wie die Schleimhaut der Atemwege oder der ableitenden Harnwege wirken, obwohl der Erstkontakt mit dem Krankheitserreger im Darm stattfand. Die Beschaffenheit der Darmflora und die Funktion des Immunsystems im Darm bedingt daher die Abwehrfähigkeit des gesamten Organismus.

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Quellen

Seite „Darm“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 9. August 2020, 17:26 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Darm&oldid=202633764 (Abgerufen: 25. Oktober 2020, 20:12 UTC)

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